Meldungen und Veranstaltungen 2016

Hier finden Sie Hinweise über Veranstaltungen, die den Michaelsberg und seine Geschichte zum Thema haben:


Antoniusfestival 2016

21.05.16Zum 4. Mal findet das Antoniusfestival in der ältesten Franziskanerkirche nördlich der Alpen statt. Zwar wurden seit 2007 durch den Geschichts- und Altertumsverein für Siegburg und den RSK e.V. im Sponsoring für die 2006 gegründete Stiftung zur Unterhaltung der Klosteranlage, Einzelkonzerte durchgeführt, doch zum „Ausbau“ als Festival gab es einen besonderen Anlass: Der Wahnbachtalsperrenverband wurde 60 Jahre alt (2013). Er stellte das Sponsoring für eine erste Konzertreihe zur Verfügung, die in der Verantwortung der kath. Kirchengemeinde St. Servatius, der Stadt und den geschichtsverein gestellt wurde. So schön und gelungen war das Geburtstagsfestival, dass der WTV seine Zusage für das Jubiläumsjahr 2014 fortsetzte. Noch schöner noch größer wurde unser Festival und im Rheinland begründet 3 Mal eine Tradition, sie wurde letztes Jahr aus der Taufe gehoben und dieses Jahr geht es weiter. Eröffnet wird die kleine Konzertreihe durch Pastor und Kreisdechant Thomas Jablonka und die Bürgermeisterin Susanne Haase-Mühlbauer am 22. Mai, 17.00 Uhr in St. Antonius, Siegburg-Seligenthal, Talsperrenstraße 78

Laden Sie den Flyer für das erste Konzert hier herunter.Mai 2016, 17.00 Uhr
Eröffnungskonzert LOAS CANTADAS – ein marianischer Lobgesang mit LiberArte Bonn unter der Leitung von Guadalupe Larzabal

26. Mai 2016, 17.00 Uhr
HEITERE SERENADEN. Holzbläsermusik aus dem Spätbarock und der Frühklassik mit dem Ensemble Sestetto di Fiati. Studierende der Kölner Musikhochschule

29. Mai 2016, 17.00 Uhr
EINE WANDERUNG INS TAL DER SELIGEN. Chorkonzert mit Texten. Es singt der Madrigalkonzert Much, Texte Andrea Korte-Böger

5. Juni 2016, 17.00 Uhr
DIE LIEBE IST EIN TOLLES UNGEHEUER. Barockensemble Banquetto Musicale

12. Juni 2016, 17.00 Uhr
Vorabendmesse zum Patronatsfest mit dem Kirchenchor St. Marien, Siegburg-Kaldauen

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.
Und im Anschluss plaudern wir noch bei einem Gläschen Wein – rot oder weiß oder auch zwei!

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Rückblick: Sechswochenamt für Altabt Placidus Mittler

01.05.16Der Bogen schloss sich nach fast 950 Jahren. Mit dem Sechswochenamt für Altabt Dr. Placidus Mittler OSB erklangen am Sonntagabend in der ehemaligen Abteikirche noch einmal gregorianische Choräle in höchster Vollendung – so wie sie vermutlich am 22. September 1066 zum ersten Mal „oben auf dem Berg“ in dem Vorgängerbau der jetzigen Kirche erklangen, als Erzbischof Anno die Kirche weihte.

Sechswochenamt in der Abteikirche Sankt Michael.Benediktiner und Gregorianik, man kann auch sagen: Benediktiner und Choralgesang stehen für das abendländische Mönchstum schlechthin.

Altabt Placidus vertiefte sich vielleicht auch deshalb in das Studium dieser Musik, promovierte in einem Thema dazu und baute, noch bevor er zum Abt gewählt wurde, die Schola auf. Übrigens zeugt eine alte Schallplatte aus den 1970er Jahren von ihrer gesanglichen Qualität.

Viele Siegburgerinnen und Siegburg hatten es so empfunden: mit dem Tod, dem Begräbnis des 49. Abtes der dann schon aufgelösten Abtei auf dem letzten freien Platz auf dem Abteifriedhof war das Buch „Benediktinergeschichte Siegburg“ endgültig zugeklappt worden – 950 Jahre, sieht man auf das Weihedatum der Kirche St. Michael, wie die ehem. Abteikirche jetzt firmiert.

Sechswochenamt in der Abteikirche Sankt Michael.Der Verein der Freunde und Förderer des Michaelsberges e.V.  nahm das Sechswochenamt nun zum Anlass, eine – vielleicht die beste Schola Deutschlands zur Gestaltung der hl. Messe einzuladen, Prof. Dr. Stefan Klöckner, Leiter des Inst. Für Gregorianik von der Universität Folkwang der Künste, Essen. Er gestaltete zusammen mit Pfarrer Thomas Jablonka und Organist Adolf Fichter ein feierliches Hochamt.

„Das hätte dem Placidus gefallen“, war die einhellige Meinung der Besucherinnen und Besucher, die sich anschließend noch zu einem Ausklang im Karmel Michaelsberg trafen.


Ankündigung der Tagesfahrt nach Belecke am Mittwoch, 20.04.2016

12.04.16Eine Information des Geschichts- und Altertumsvereins Siegburg und Rhein-Sieg-Kreis:

Bild: www.belecke.de

Bild: www.belecke.de

Belecke, wo ist das denn? Wir waren noch nie dort, aber dort gab es eine Tochtergründung der ehemaligen Abtei Michaelsberg. So weit verstreut hatten unsere Benediktiner damals Besitzungen. Und damit auch dort immer der Abteigründer, der hl. Anno, gegenwärtig sein Foto: Stadtmuseum Beleckewürde, wurde sein Schrein von beiden Seiten gemalt. Diese beiden Bilder, oft und schlecht reproduziert, zeigen uns den Annoschrein als einzige überlieferte Abbildungen in seiner originalen Schönheit.

Bald wird in der Servatiuskirche der Annoschrein, umgeben von allen anderen Schreinen des Abteischatzes, nach fast 3-jähriger Abwesenheit wieder ausgestellt werden. Grund für uns, uns in Exkursion und Museumsgespräch auf die Spuren seiner Geschichte zu begeben.

Die Internetseite des Stadtmuseums bzw. Schatzkammer finden Sie hier.

Programm:

7.30 Uhr       Abfahrt Siegburg, Konrad-Adenauer-Allee,
hinter dem ICE-Bahnhof, Höhe Taxistand (Bus: Decker-Reisen)
ca. 10.00 Uhr   Ankunft Belecke
10.30 Uhr   Führungen durch das Stadtmuseum „Schatzkammer Probstei“
und die Probsteikirche in Warstein-Belecke
12.30 Uhr   Mittagessen im „Gasthof Hoppe“,
anschließend Fahrt zur Warsteiner Brauerei
14.00 Uhr   Führung durch die Brauerei
15.30 Uhr   Zeit zur freien Verfügung in der „Warsteiner Welt“
(Getränke aus dem Warsteiner Sortiment sind im Preis enthalten)
16.30 Uhr   Rückfahrt
ca. 19.00 Uhr   Ankunft in Siegburg

Anmeldung

Ihre Anmeldung muss bis Freitag, den 15.04.2016 schriftlich bei der Geschäftsstelle eingegangen sein. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Anmeldungen urlaubsbedingt bitte ausschließlich per E-Mail an: gav@siegburg.de

Sollten Sie nach erfolgter Anmeldung verhindert sein, bitten wir Sie um telefonische Mitteilung bis spätestens Montag, den 18.04.2016, 12.00 Uhr. Der Kostenbeitrag ist auch dann zu entrichten, wenn die Abmeldung nicht bzw. nicht rechtzeitig erfolgt ist. Der Kostenbeitrag von € 54,00 beinhaltet die Fahrt, das Eintrittsgeld und die Führung.

Gesamtleitung und wissenschaftliche Begleitung: Stefanie Kemp, M.A.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Franz Huhn
Bürgermeister der Kreisstadt Siegburg
(1. Vorsitzender)
gez. Dr. Andrea Korte-Böger 
(Geschäftsf. Vorsitzende)


Führung durch die Baustelle des KSI

14.03.16 ❘ In zwei Gruppen wurden Mitglieder unseres Vereins vergangenen Samstag durch die Baustelle auf dem Michaelsberg geführt.

Hier einige Impressionen des Neubaus:


Die laufenden Bauarbeiten im Innen- und Außenbereich der Abtei haben deren Bild stark verändert.
Hier einige Fotos im Vergleich aus Zeiten der bestehenden Abtei und jetzt im Bauzustand:

 


Altabt Placidus Mittler verstorben

27.02.2016 ❘ Der Benediktiner und seit 1987 Siegburger Ehrenbürger starb im Alter von 87 Jahren. Die Abtei auf dem Michaelsberg hatte er 30 Jahre lang, von 1970 bis zum Herbst 2000, geleitetet.

Schon als Novize hat sich Placidus eigenhändig am Wiederaufbau der Abtei nach dem Krieg beteiligt. "Unvergessen sind sein persönliches Engagement und seine Verdienste um die Sanierung der Abtei, die unter großen Opfern der Ordensgemeinschaft durchgeführt wurde", heißt es in der städtischen Laudatio zu seiner Ehrenbürgerwürde.

Stets habe er die sozialen und geistlichen Geschicke der Stadt Siegburg in hervorragender Weise mitgestaltet. 13 Jahre lang hatte sich Placidus auch als Seelsorger der Servatius-Gemeinde engagiert, dann im Herbst 1985 überraschend zurückgezogen und auf das Kloster konzentriert. Damals erklärte er: "Man muss im Hause sein, Präsenz ist wichtig.

Die letzten Jahre hatte Mittler nach dem Ende der Glaubensgemeinschaft auf dem Berg 2011 im Haus Zur Mühlen der Alexianer verbracht.

Der Altabt wird der letzte Mönch sein, der auf dem Klosterfriedhof neben der ehemaligen Abtei beigesetzt wird. Für den offiziellen Film zum 950- jährigen Stadtjubiläum war der Altabt ein letztes Mal vor laufenden Kameras aufgetreten, hatte im Rosengarten Einblicke in und Rückschau auf sein Leben geworfen - jetzt ein Dokument Siegburger Stadtgeschichte.

Der Altabt - Sein Leben

Jochen Hildesheim, Jahrzehnte lang Leiter der "Rhein-Sieg-Rundschau", hatte im Jahr des 950. Stadtjubiläums ein Portrait des Altabtes verfasst: Der Ursprung der Stadt Siegburg geht auf die Gründung des Benediktinerklosters Anno 1064 durch den Kölner Erzbischof Anno II. zurück. Stadt und Abtei feiern deshalb das 900jährige Bestehen gemeinsam.

Der 36 Jahre alte Pater Placidus Mittler lebt im Jubiläumsjahr schon 16 Jahre auf dem Michaelsberg. Mit einer "Melodienuntersuchung zu den Dorischen Hymnen der Lateinischen Liturgie im Mittelalter" promoviert er 1964 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn zum Doktor der Philosophie. Musikwissenschaft ist sein Hauptfach an der Uni, Kunstgeschichte und Moraltheologie Nebenfächer. In das Jahr 1964 fällt auch die Gründerzeit der "Siegburger Studien". Maßgeblich arbeiten Pater Placidus und sein Bruder, Pater Mauritius, daran.

Die vielbeachtete neue theologische Schriftenreihe erscheint im Respublica-Verlag Siegburg. In den folgenden 50 Jahren kommen 30 Hefte heraus. Die Dissertation von Pater Placidus, des späteren Klostervorstehers und Pfarrers von St. Servatius Siegburg, wird in der Ausgabe Nr. 2 der "Siegburger Studien" veröffentlicht. 1964 beginnt Placidus an der Musikhochschule Düsseldorf als Dozent für Gregorianische Gesänge. Zehn Jahre bleibt er dabei. In Siegburg gibt der Mönch vom Michaelsberg Religionsunterricht an der Berufsschule und in der Gutenbergschule. Im Seniorenheim St. Joseph der Alexianer, dem Mühlenhof, seinem heutigen Altersruhesitz, und in verschiedenen Pfarrkirchen der Umgebung hält er regelmäßig Gottesdienste.

Der Altabt erinnert sich, dass er im Jubiläumsjahr Besuchergruppen durch das Kloster geführt und auch an Feierlichkeiten in der Stadt teilgenommen hat. Zum Fest des Heiligen Michael am 29. September 1964 schreibt Pater Dr. Placidus Mittler OSB einen Aufsatz unter dem Titel "St. Michael - Fürst des Berges und der Stadt". Die Sieg-Kreis-Rundschau veröffentlicht den Beitrag. Eine Abbildung des Erzengels Michael ziert das Siegburger Stadtwappen. Darauf Bezug nehmend sagt Dr. Mittler: "Es ist erklärlich, dass die Stadt am Berg des heiligen Michael gelegen, sich dieses Zeichen erwählt hat, Symbol ihres Lebens zu sein".
Am Ende des Jubiläumsjahres spielt Pater Placidus für Heinrich und Wilhelmine Lübke in der Abteikirche die Orgel und erfüllt damit dem Bundespräsidenten und seiner Frau bei ihrem offiziellen Besuch in Siegburg einen persönlichen Wunsch. 1970 wählt der Konvent den damals 42jährigen Mönch zum 49. Abt des Benediktinerklosters auf dem Michaelsberg.
30 Jahre, bis zum Jahr 2000, bleibt Dr. Placidus Mittler Klostervorsteher und bis zur Auflösung der Klostergemeinschaft noch ein weiteres Jahrzehnt in "seiner" Abtei. Danach, 2011, findet der heute 86jährige seinen Wohnsitz im "Haus zur Mühlen" - hinter den Wolsbergen und jenseits der A3 in Sichtweite zum Michaelsberg. Von 1972 bis 1985 ist er zugleich Pfarrer von Sankt Servatius Siegburg.

1998 ernennt der Stadtrat den Benediktinerabt Dr. Placidus Mittler wie seinen Vorvorgänger Dr. Ildefons Schulte Strathaus zum Ehrenbürger der Stadt Siegburg.

Diamantenes Priesterjubiläum

Am 26. Juli 2014 feierte der Mönch vom Michaelsberg in der Kapelle des Mühlenhofes sein Diamantenes, das 60jährige Priesterjubiläum, auf den Tag genau 60 Jahre nach der Priesterweihe in der Abteikirche. Kreisdechant Axel Werner, Siegburg, und Bruder Domenikus von den Alexianern zelebrieren mit ihm die Heilige Messe.

Verleihung der Ehrenbürgerwürde

In seiner Dankansprache zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde im Rathaus fand Placidus Mittler seinerzeit bemerkenswerte und heute leider wieder aktuelle Worte:
"Ich hatte Probleme, eine Ehrenbürgerschaft anzunehmen. Ich habe dann die Bitte geäußert, daß man den ganzen Konvent - also alle meine Mitbrüder - einbeziehen möchte. Ich bin schließlich nicht aufgrund meiner Vedienste für die Stadt, sondern mehr aufgrund meiner Stellung als Abt der benediktinischen Gemeinschaft vom Rat zu Ehrenbürger gewählt worden.

Das gute Verhältnis von Stadt und Abtei ist uns allen in Siegburg in die Wiege gelegt. Kurz nach der Gründung der Abtei durch Erzbischof Anno wurde Siegburg 1069 das Markt-, Münz- und Zollrecht zugesprochen und 1180 dem kleinen Dorf am Fuß des Siegberges das Stadtrecht verliehen. Als es zu Beginn dieses Jahrhunderts um eine Wiederbesiedlung der Abteigebäude ging, die Napoleon 1803 säkularisiert hatte, haben sich die Verantwortlichen dieser Stadt für eine Wiederbesiedlung mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Kräften eingesetzt, damit Benediktinermönche wieder nach Siegburg zurückkehren konnten. Das war nicht leicht. Und die Stadt hat dafür sogar große Geldsummen aufgewandt, um den Berg dem preußischen Staat abzukaufen. Ob wir jedoch dieses Geld jemals an due Stadt zurückgezahlt haben, konnte bisher - wohl wegen der Turbulenzen des Kriegsausbruchs 1914 - von den Historikern nicht geklärt werden. Die Sorge der Siegburger und besonders auch des Rates erreichte dann wieder eine neue Welle der Symphatie, als es darum ging, nach dem zweiten Weltkrieg die völlig zerstörte Abtei aus den Ruinen erstehen zu lassen, um aus ihr wieder einen würdigen Ort klösterlichen Lebens für Gebet und Arbeit zu machen.

Als mich der Bürgermeister wegen der Ehrenbürgerschaft anrief, gab ich ihm zur Antwort: Ich könnte damit nicht allzuviel anfangen, weil ich mich doch immer bemüht habe, ein guter Bürger zu sein; das genüge doch wohl. Eine Steigerung von Bürger gibt es eigentlich nicht, wenigstens für einen Menschen meiner Generation, der entscheidende Erlebnisse seiner Kindheit und Jugend in eine rmenschenverachtenden Diktatur durchmachen mußte.
Was mir das bedeutet, Bürger in einer freiheitlichen Gesellschaft zu sein, kann ich mit ein paar wenigen Sätzen aus jugendlichem Erleben darstellen Ich war bereit sals Dreizehnjähriger in einer illegalen Jugendgruppe un Bonn. Wir mußten im Winter 1943 Schlußmachen, weil man uns auf die Spur gekommen war. Und so werden Sie verstehen können, daß ich aus folgendem Grunde nie zu einem totalen Pazifisten werden konnte.

Der erste Kampfpanzer, der am Morgen des 19. März 1945 in Oberkassel, meinem Geburtsort einrollte und einige Salven in den Ort hinein abgab, war für mich das Signal der Erlösung von der Diktatur und das Anfangszeichen einer Freiheit, die man nur begreifen kann, wenn man unter dem dauernden psychischen Druck einer Diktatur gelebt hat - und das als junger Mensch. Nach über 50 Jahren einer sich immer freiheitlicher darstellenden Gesellschaft wird man nicht mehr so schnell an der Demokratie irre, auch wenn sie nur ein menschlicher Kompromiß ist, die Gesellschaft aufzubauen und dem Menschen dieser Erdenzeit eine Hilfe fürs Leben zu sein. Gott segne diese Stadt und diese Bürger."

Der Klosterfriedhof

Der im Alter von 87 Jahren verstorbene Altabt Placidus wird als letzter Benediktiner auf dem Klosterfriedhof beigesetzt. Eine einzige Grabstelle ist dort noch frei. Zuletzt war 2013 der im Alter von 92 Jahren verstorbene Bruder von Placidus, Mauritius Mittler, beigesetzt worden. Der Abteifriedhof liegt am Westhang des Michaelsberges, hinter dichtbewachsenen Bäumen versteckt: Die Friedhofsanlage im ehemaligen Klostergarten ist öffentlichem Zugang entzogen. Über acht Jahrzehnte wurden die Mitglieder der nun aufgelösten Ordensgemeinschaft dort bestattet. Das älteste der in zwei langen Reihe links und rechts eines Sandwegs gelegenen Gräber ist die Ruhestätte von Pater Hermann Renzel, verstorben am 9. Mai 1922.

Am Ende der langgezogenen Begräbnisstätte, im Schatten einer Begrenzungsmauer, liegt zur Linken einer großen Christusdarstellung die Ruhestätte von Ildefons Schulte-Strathaus, Abt der Benediktinergemeinschaft von 1935 bis 1967. Wo die Mönche zu anderen Zeiten ihre Toten bestatteten, darüber gibt es nur einzelne Erkenntnisse. Vor rund 30 Jahren wurden am Johannistürmchen in Höhe der Bögen des Wehrganges bei Arbeiten Knochen gefunden, "Mit Sicherheit", so berichtete einst Pater Mauritus, "habe sich an dieser Stelle einmal eine historische Friedhofsanlage befunden."

Im 18. Jahrhundert diente auch die Krypta als Begräbnisstätte. Nur Äbte dürften in der Kirche selbst zu letzten Ruhe gebettet worden sein. Neben Krypta und Johannisgarten stellte der äußere Bereich um die Apsis der alten romanischen Kirche bis zum 15. Jahrhundert einen Bestattungsort dar. Auf den Steinsarkophagen entstanden gegen 1410 die Mauern des Hochchores und der Ostpartie der Krypta. 500 Jahre später waren auf dem abschüssigen Boden die Särge ins Rutschen geraten, der Chor konnte 1935 nur durch aufwändige Verankerungen gesichert werden. Im Zuge der Arbeiten stieß man auf die wohl ältesten Grabanlagen.

In seinem Buch "Seine viel liebe Stadt" erinnerte sich der mittlerweile verstorbene Pater Gabriel Busch, "persönlich einen großen Korb Knochen zum Klosterfriedhof gebracht" zu haben.


Herzliche Einladung zum Karmeltag

am Samstag, 6. Februar 2016

Hiermit wieder eine herzliche Einladung zum Karmeltag ganz besonders mit den Schwestern der Kongregation der Teresianischen Karmelitinnen mit einem Vortrag über ihre Gründerin “die Dienerin Gottes Mutter Eliswa Vakayil“- eine geborene Inderin.

Die Kongregation wurde am 13.02.1866 in Kerala/Indien gegründet. Es war damals die erste Gründung eines einheimischen Frauen Karmelitinnen Klosters in Kerala/Indien. Der Order feiert in diesem Jahr 150 Jähriges Bestehen.

Etwa 30 Schwestern arbeiten hier in Deutschland.
Unser Program ist wie folgt:

10.00 Uhr Hl. Messe mit Gestaltung der Ordensschwestern
11.00 Uhr Umtrunk und anschliessend Vortrag der Karmel Schwester
12.30 Uhr gemeinsamer Mittagtisch durch die Vorbereitung der Ordensschwestern.
13.30 Uhr Ende des Karmeltages und Salve Regina