Meldungen und Veranstaltungen 2017

Hier finden Sie Hinweise über Veranstaltungen, die den Michaelsberg und seine Geschichte zum Thema haben:

Rückblick: 951. Kirchweih der Abteikirche auf dem Michaelsberg

Festmesse anlässlich der 951. Kirchweih von Sankt Michael.
Festmesse anlässlich der 951. Kirchweih von Sankt Michael.

25.09.2017 Es war ein schönes Fest zu einem würdigen Anlass: Am Altar zelebrierte ein Benediktiner gemeinsam mit Karmeliten, umringt von kleinen und großen Messdienerinnen und Messdienern, im gut gefüllten Kirchenschiff saßen Jung und Alt beieinander.

Prior Dr. Antony Kavunguvalappil OCD begrüßte die Gäste und betonte, dass sich die Karmeliten freuen, die Jahrhunderte alte Tradition, in dieser Kirche das Gotteslob zu feiern, fortsetzen dürfen.

P. Dr. Marcel Albert, Benediktiner aus der Abtei Gerleve, war in eben dieser Tradition als Hauptzelebrant eingeladen worden. Seine Predigt stellte er inhaltlich ganz in die Forderung von Papst Franziskus: Offene Kirchen statt verschlossener Türen! Kein Absichern aufgrund musealer Ansprüche und Sichern von Werten, sondern für die Menschen in ihren Bedürfnissen da sein und dafür auch Risiken eingehen.

Die Predigt von Pater Marcel können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

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Rückblick: Indisches Erntedankfest auf dem Michaelsberg

Pater Rockson mit der bunten Farbenpracht für den Blütenteppich.
Pater Rockson mit der bunten Farbenpracht für den Blütenteppich.

18.09.2017 ❘ Blumen-Klau? Nein, Vorbereitung für das Erntedankfest des Karmels Michaelsberg. Am gestrigen Sonntag feierte die indische Gemeinde aus Köln, die von P. Rockson betreut wird, mit den Patres und dem Freundeskreis des Karmels zusammen mit dem Verein der Freunde und Förderer des Michaelsberges e.V. ihr indisches Erntedankfest.

Wie jedes große Fest muss so etwas vorbereitet werden. Und während in Köln die Kochtöpfe dampften – davon gibt es leider keine Bilder – ging P. Rockson ans Blumeneinsammeln. Wen wundert es, dass er in einem Garten in Braschoß landete und dort mit einem gut gefüllten Klappkorb wieder als echter Blumenkavalier abzog.

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Benediktinische Geschichte bewahren

Dazu gehören inzwischen unsere Publikationen, unsere Vorträge und natürlich unser Einsatz für die Schatzkammer mit der Präsentation des ehemaligen Abteischatz. In der Schatzkammer sind dann auch 2 Prachtornate des Abtes Georg Christoph von Hagen ausgestellt, der in den jahren zwischen 1735-1762 die geschickte der Abtei leitete. Man war zwar hochverschuldet, aber für Gewänder aus Seide und leinen mit Goldstickereien verziert reichte das Kleingeld.

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Gregorianik-Workshop

Bei der Umnutzung der ehem. Abteigebäude zum KSI war der Verein der Freunde und Förderer des Michaelsberges e.V. von Anfang engagiert, griff Fragen auf, wies auf Probleme hin und wurde als Partner vom Erzbistum in die Arbeiten eingebunden. Da war es nur natürlich, dass der Verein auch am großen Eröffnungstag, am "Tag der offenen Tür", den 7.5., ein Highlight zur Benediktinischen Geschichte einbringen wollte. Durch die Arbeit am Chorgestühl stieß die Vorsitzende des Vereins, Dr. KoB, auf die Anno-Hymnen, eine fast vergessene musikalische Quelle zur Heiligenlegende unsers Abtei- und Stadtgründers, des Erzbischofs Anno, Kompositionen aus der Spätzeit der Gregorianik.

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Rückführung Apollinarisschrein nach Sankt Servatius

Am 27. Juli 2017 wird als letzter Schrein des ehemaligen Abtei-Schatzes der restaurierte Apollinarisschrein nach St. Servatius zurückkehren und im Hochaltar seinen Platz finden. Das wird mit einem großen Fest gefeiert! Bitte den Termin auch schon einmal vormerken.




Eröffnung des Katholisch-Sozialen Institutes (KSI) auf dem Michaelsberg

Am 7. Mai feiert ganz Siegburg die Einweihung des Katholisch-Sozialen Instituts auf dem Michaelsberg. Eigentlich ist es eine 4 Tage umfassende Veranstaltung, beginnend mit dem Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel am 4.5., am 5.5. folgt ein Fest für alle, die beim Umbau mitarbeiteten, am 6.5. ein wissenschaftliches Symposium zu Themenbereichen der Christlichen Soziallehre und schließlich am Sonntag sind wir dran, beginnend um 10.00 Uhr mit einem Pontifikalamt auf dem Markt, dann mit einer Prozession auf den Berg und der Einsegnung des KSI und des dann wieder bezogenen Karmels Michaelsberg durch Kardinal Woelki.

Danach gibt es ein vielfältiges Kultur- und Besichtigungsangebot in und durch die neuen Räumlichkeiten. Ein gedrucktes Programm gibt es noch nicht, die Tageszeitungen, aber natürlich auch unsere HOMEPAGE wird Sie immer über den Fortschritt auf dem Laufenden halten.

Wir wirken durch ein Konzert in der Abteikirche am Eröffnungstag mit. Wir werden um 16.00 Uhr – seit dem Mittelalter zum ersten Mal – wieder die Anno-Hymnen zu Gehör bringen. Unser Projekt ist super angelaufen, es kamen für den Workshop Gregorianik viel mehr Anmeldungen als erwartet, aber der Chorleiter Dr. Dirk van Betteray wird die Sache stemmen und wir, die mitsingen, freuen uns natürlich auf die Herausforderung. Und wer am 7.5. Menschenmassen und Trubel scheut oder auch einfach verhindert ist, dem sei verraten: Am Hochfest des hl. Anno, am 5. Dezember, wird das Konzert in der Servatiuskirche wiederholt werden. Vielleicht schon einmal vormerken!?




Fahrt zum Hildegard-Kloster nach Eibingen

Am 8. Juli 2017 fahren wir in das Hildegard-Kloster, zu den Benediktinerinnen nach Eibingen.

8.30 Uhr: Abfahrt Siegburg, Konrad-Adenauer-Allee, hinter dem ICE-Bahnhof, Bereich Taxistand - Busunternehmen  DECKER, Rückkehr gegen 20.30 Uhr

Foto: www.abtei-st-hildegard.de
Foto: www.abtei-st-hildegard.de

Ein langer Tag, aber das vielfältige Programm bringt das mit sich (und im bequemen Bus kann man gut schlafen): Wir werden an den Stundengebeten teilnehmen, Vieles zur berühmtesten  Benediktinerin, der hl. Hildegard hören, an ihrem Reliquienschrein stehen, aber natürlich auch eine Weinprobe im klostereigenem Weingut verkosten.Da noch einige Programmpunkte zeitlich nicht fixiert sind, nehmen Sie bitte die Angaben so und glauben Sie uns einfach: Es lohnt sich! Anmeldung ab sofort an die Vereinsadresse/E-Mail, Kosten pro Teilnehmer pro Teilnehmerin 20,00 €. Das Geld kann auch im Bus bezahlt werden, lieber aber als Überweisung mit Zweckangabe auf unser Vereinskonto – DANKE:

VR-Bank RheinSieg • IBAN DE16 3706 9520 4101 7180 13




Buchbesprechung Siegburger Studien, Neue Folge, Band 2

Die Rezension können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

Aus: Annalen es historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere das alte Erzbistum Köln -
Heft 219, 2016.

Verein der Freunde und Förderer des Michaelsberges e.V. (Hrsg.):

Zwischen Tradition und Wohlleben. Die Siegburger Benediktiner Abtei St. Michael vom Hochmittelalter bis zur Aufklärung

(Beiträge der Tagung am 12.-13. September 2014. Siegburger Studien, Neue Folge Bd. 2). Siegburg: Rheinlandia-Verlag 2016, 176 S.; 20,00 Euro

"Der nicht nur sehr handliche und mit zwei Lesebändchen ausgestattete Tagungsband vom 950-jährigen Gründungsjubiläum der (seit 2012 ohne Benediktiner bestehenden) Abtei Siegburg ist überwiegend farbig und reich bebildert (bis hin zu den Autorenporträts im Anhang) und bietet neben drei Grußworten insgesamt neun fundierte und kompakte Beträge (mit nachgestellten Anmerkungen) von ausgewiesenen Fachleuten.

Das erste Grußwort stammt vom Direktor des Katholisch-Sozialen Instituts des Erzbistums Köln, Prof. Dr. Ralph Bergold, das ab 2017 auf dem Michaelsberg arbeiten wird. Er geht darin von der „Gegenwartsschrumpfung" aus und will die „Erinnerung an die Abtei und das Leben und Wirken der Benediktiner bewahren". Der Bürgermeister und Vorsitzende des Altertums- und Geschichtsvereins Siegburg, Franz Huhn, grüßt zur Tagung und zum neuen Band.

Die Stadtarchivarin Dr. Andrea Korte-Böger führt einerseits in den zweiten Band ein und berichtetet andererseits über die Tagung, auf der u.a. der erste Band von Marcel Albert (vgl. Annalen 218/2015, S. 303f.) vorgestellt wurde sowie über die nun dort lebenden „Unbeschuhten Karmeliter-Patres" aus Indien. Mit über 50 Bildern zeichnet Andrea Korte-Böger im „Zeitraffer" die rund 950-jährige Geschichte der Abtei St. Michael nach, deren Gebäude im 19. Jahrhundert zeitweise durch die Nutzung als Irrenanstalt und Zuchthaus unterbrochen war, bevor es 1914 zur Wiederbesiedlung mit deutschen Benediktinern aus den Niederlanden kam.

Vertieft und komprimiert hat der Experte der Kölner Nuntiaturforschung, Pater Dr. Marcel Albert OSB, beispielhaft die Wirkung des Kölner Nuntius Francesco Buonvisi (1670-1672) u.a. mit einer Visitation in der Abtei Siegburg nachgezeichnet. Ausführlich auf über 30 Seiten beschreibt Michael Schroeder, der zeitweise auch auf dem Michaelsberg gelebt hat, den Archivar, Kapitular und Prior Adam Christoph Zolner von Brandt (1712-1767) mit seinem verdienstvollen Wirken für die Bücher und Handschriften der alten Abtei. Nicht fehlen durfte „die kontextabhängige Deutung des Siegburger Anno-Schreins" von Marc Steinmann mit guten Abbildungen, zumal der Schrein seit Sommer 2016 wieder in der Siegburger Pfarrei St. Servatius aufgestellt ist.

Im sechsten Beitrag präsentiert Prof. Dr. Helmut Fischer anschaulich die Abtei Siegburg als „Gestalterin der Kulturlandschaft Untere Sieg" und schließt mit der Feststellung: „Die Abtei St. Michael ist zwar durch den Weggang der Benediktinermönche im Jahre 2011 spirituell entkernt, als Denkmal und Monument blieben ihre Wirkungen in der Kulturlandschaft Untere Sieg jedoch Wirksam" (S. 111).

Die letzten drei thematischen Beiträge stellen neue Aspekte der Abtei-Geschichte vor. Dr. Bernd Habel hat bei schwieriger Quellenlage die „Montangeschichte der Abtei", die „eine nicht unbedeutende Einnahmequelle bildete", ab dem Jahre 1122 und für die umliegenden Orte Overath, Kaldauen/Seligenthal, Bennerscheid, Kaltenbach und Eitorf rekonstruiert und nachgezeichnet.

Für das „Ländchen Siegburg" beschriebt zunächst Andrea Korte-Böger nach den editierten Rechtsquellen den „Abt als Friedensstifter" in den Siegburger Schöffengerichtsprotokollen des 16. Jahrhunderts. Im Rahmen der in Vorbereitung befindlichen Edition bzw. Promotion über die Siegburger Sendgerichts-Protokolle des 16. und 17. Jahrhunderts stellt der Generalleutnant a.D. Winfried Weick zu der „niederen kirchlichen Gerichtsbarkeit" nicht nur nach der „Delikthäufigkeit" sondern auch nach den Sanktionen („Brüchten") und deren Verteilung erste Ergebnisse grafisch gut vor.

Insgesamt ist dies sowohl ein sehr ansprechender Tagungsband als auch ein lesenswerter Meilenstein in der rheinischen Kloster- und Siegburger Forschungsgeschichte."

Reimund Haas, Köln




URBI et PUTZI – Stadtputztag in Siegburg

Weihwasser und Regen und zum Stadtputztag einen neuen Segen: URBI et PUTZI! Eigentlich sagt die fröhliche Namensschöpfung des Diakons Dr. Marc Kerling schon alles über die Stimmung aus, mit der der Putzsegen zum Stadtputztag aufgenommen wurde.

Während es den Stadtputztag schon seit 15 Jahren gibt, er mit einer super eingefahrenen Organisation des Umweltamtes vorbereitet und durchgeführt wird, ist der Putzsegen etwas Neues, ein Angebot der kath. Kirchengemeinde St. Servatius. LAUDATO SI – pflegen und schützen wir unsere Mutter Erde, wie Papst Franziskus in seiner Umweltenzyklika aufrief und auf die inhaltlich bei der Segenserteilung eingegangen wurde. Und das war an drei Kirchorten der Fall:

Auf dem Alten Friedhof in die Nepomukkapelle, bei eine Grupper, die von Anfang an dabei ist und die mit gut 20 Leuten gerne dem Angebot folgte. (Pastor Jablonka)

Auf dem Schulhof der Wolsdorfer Schulen, wo – Wolsdorf entsprechend – fast der ganze Ortsteil dabei war und gut 100 Große und Kleine durch P. Rockson den Segen gespendet bekamen.

Und schließlich erstmalig dabei eine eigene kleine, aber sehr fleißig sammelnde Gruppe St. Servatius, der Pastor Thomas Jablonka nicht nur den Segen spendete, sondern mit der anschließend auch selbst zum Aufsammeln ging.

Der Bereich, in dem geputzt wurde, war die Mühlenstraße von der Kirche hinunter bis zur Wegekapelle in der Mühlenstraße, wo kurz innegehalten und ein „Gegrüßet seist du, Maria“, gebetet wurde, dann die andere Seite wieder hinauf, um die Kirche herum und zur Schutzmantelmadonna auf dem Markt hinein. Leere Flaschen aus den Grünanlagen waren die Beute, durch den Regen angelutschte, klebrige Bonbons noch vom Rosenmontagszug, aber besonders Zigarettenkippen – überall, aufgequollen in die Pflasterfugen hineingetreten und nun schwer herauszuklauben. Nein, die achtlosen Raucherinnen und Raucher bekam für diese überreich verstreute „Bückware“ fürwahr viel Schimpfe!

Nach gut einer Stunde war der Bereich fast besenrein, die Jacken je nach Qualität durchnässt und die Einladung zum 2. Frühstück bei Pastor Jablonka mehr als willkommen.


Musik zu Ehren des Hl. Anno

Chor-Workshop »Gregorianischer Gesang« mit anschließendem Konzert

Anmeldeformular Flyer Gregorianik-Workshop
Anklicken und Anmelden – Laden Sie hier die Anmeldung als PDF-Dokument herunter.

am 22. und 23. April 2017

(22.4. um 11:00 Uhr bis 23.4. ca. 17:00 Uhr)

Veranstaltungsort
Katholisch-Soziales Institut (KSI), Bergstraße 26, 53721 Siegburg
www.ksi.de

Kosten
Zwei Tage Workshop mit Übernachtung im KSI, einschließlich Verpflegung über beide Tage: 89,50 Euro.

Anmeldung
Den Flyer mit dem Anmeldeformular können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

Die Teilnahme am Workshop verpflichtet zum Mitsingen am Konzert am Sonntag, 7. Mai 2017, anlässlich der Eröffnung des KSI auf dem Michaelsberg

Anmeldeschluss ist der 25. März 2017!

»In Festo Sancti Annonis tibi cantemus«
»Zum Fest des Hl. Anno wollen wir dir singen«
So heißt es in einem gesungenen Offzium (Stundengebet), das die Mönche des Siegburger Michaelsberges im 12. Jahrhundert verfasst haben. In diesem Offzium ist auch konkret vom Michaelsberg die Rede, auf den Anno durch himmlische Zeichen hingewiesen worden sei und wo er in einer Vision bereits vor der Entstehung das Kloster gesehen habe.

Anlässlich der Eröffnung des KSI am 7. Mai 2017 werden in der ehemaligen Abteikirche Teile des Offziums sowie Musik in benediktinischem Geist erklingen. Der Neuanfang auf dem Michaelsberg geschieht so in Anerkennung und Erinnerung der 800jährigen monastischen Geschichte dieses besonderen Ortes.

Dazu sind alle interessierten Frauen und Männer eingeladen, in einem Workshop am 22. und 23.04.2017 diesen spätmittelalterlichen Choral aus Siegburg kennen- und singen zu lernen. Leiter des Workshops ist der promovierte Gregorianikexperte Dirk van Betteray. Die Ergebnisse dieses Workshops werden in das Konzert anlässlich der Eröffnung des KSI am 7. Mai 2017 einfließen.

Unter der Leitung von Dirk van Betteray werden das Vokalensemble A CAPPELLA, Köln als Spezialensemble für gregorianischen ChoraI sowie die Bergischen Scholaren dieses Konzert gemeinsam mit den Teilnehmern des Workshops gestalten.