Der Wiederaufbau der Benediktinerabtei nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Aufbauarbeiten gingen weiter. Stück für Stück konnten immer neue Teilbereiche fertig gestellt und in Gebrauch genommen oder geweiht werden.

Hier nur einige wenige Daten:

Rückführung der Gebeine des heiligen Annos.
Rückführung der Gebeine des heiligen Annos.
  • Am 24. Dezember 1946 war Richtfest für den Wiederaufbau des Nordflügels und die Anbringung von Dachblechen auf den übrigen Gebäudeteilen – es regnete nicht mehr in das Gemäuer.
  • Die Krypta wurde am 20. März 1949 geweiht, die Gebeine des hl. Anno kamen am 25. September des gleichen Jahres auf den Berg zurück.
  • Mit der Bundesfinanzakademie zog am 8. Januar 1951 ein zahlungskräftiger Untermieter in den Nordflügel ein.
  • Der Weihe der wiedererrichteten Abteikirche am 8. September 1953 folgte knapp drei Jahre später am 6. Juli 1956 die Orgelweihe.
  • Am 27. November 1958 wurde die Abtei nach 20-jähriger Unterbrechung wieder angestrahlt und schließlich schallte am 12. Juni 1960 nach über 150 Jahren wieder ein volles Geläut, bestehend aus fünf Glocken, vom Turm der Abteikirche über Stadt und Land.


Die Rückführung der Gebeine des hl. Annos, des Gründers der Abtei, erfolgte anfänglich in einem schlichten Holzschrein, der goldene Annoschrein wurde als Leihgabe erst 1955 der Abtei zur Verfügung gestellt. Für eine würdige Unterbringung wurde die ohnehin zerstörte Abteikirche neu aufgebaut und die bekannte Annokapelle durch die Neugestaltung der kirchlichen Eingangssituation geschaffen. Die gesamte Planung erfolgte nach den Vorgaben und Ideen von Abt Ildefons.

Auch die Gründung des Vereins der Freunde und Förderer der Abtei 1948 ging auf die Anregung von Abt Ildefons zurück. Der Verein schuf für viele Aufgaben des Aufbaus ein finanzielles Fundament. Abt Ildefons sorgte dafür, dass jeder Mitglied werden konnte und verbot einen Mindestjahresbeitrag, um keine Hürden aufzubauen – jede Gabe war willkommen.